Wie kommt eigentlich unsere Milch in die Molkerei? Die frische Milch wird zunächst in einen großen Milchtank gefüllt und mit spezieller Kältetechnik gekühlt. In der Regel holen die Milchwagenfahrer unsere Milch alle zwei bis drei Tage ab. Unter sicheren und hygienischen Bedingungen pumpen sie die Milch aus unserem großen Milchtank in den Milchtankwagen.
Der Milchsammelwagen pumpt die frisch gekühlte Rohmilch ab.
Die Erfassung der Rohmilch wird am Tanksammelwagen durchgeführt. Moderne Milchsammelwagen sind mit einer speziellen Probenahmetechnik zur Beprobung der Rohmilch während der Übernahme ausgestattet. Die Milch wird in Edelstahltanks bei maximal 8 Grad Celsius Abholtemperatur zur Molkerei transportiert. Die Proben zur Milchgüte werden zur Qualitätsuntersuchung regelmäßig zu unabhängigen Laboratorien versendet.
Mit einer speziellen Probenahmetechnik zur Beprobung der Rohmilch kann anschließend die Qualität überprüft werden.Die Erfassung der Rohmilch wird am Tanksammelwagen durchgeführt und liefert wichtige Daten zur Nachverfolgbarkeit.
Anschließend wird die Milch zu hochwertigen, nährstoffreichen und leckeren Milchprodukten in der Molkerei verarbeitet.
Sophie Schrank, 21 Jahre alt, macht bei uns ihr Vorpraktikum zum Studienbeginn. Sie beginnt zum Wintersemester 2021/22 an der Uni Kassel mit dem Bachlor für „Ökologische Landwirtschaft“. Sophie bewies von Anfang an, dass sie ein Händchen für unsere Kühe hat. Von der Begeisterung für Landwirtschaft und Kühe wurde sie bei einem einjährigen Austausch in Finnland angesteckt. Dort half sie im finnischen Milchviehbetrieb bei den Gasteltern mit und machte erste Erfahrungen in der Landwirtschaft. Sophie findet es schön, in und mit der Natur zu arbeiten. Besonders am Herzen liegen ihr die Kälber und Kühe und sie verbindet begeistert Theorie und Praxis in der Landwirtschaft.
Kuhflüsterin Sophie bei der Kontktaufnahme mit der sturen Kuh Agathe auf der Obstwiese
Sophie hat nicht nur jede Menge Charme, Mut und Witz, sie hat auch ganz klare Vorstellungen von ihrem beruflichen Werdegang. Sie will nach ihrem Studium in die Politik gehen und für bessere Bedingungen in der Landwirtschaft kämpfen. Wir freuen uns, dass wir sie mehrere Monate für unseren Betrieb gewinnen konnten und sind uns sicher, dass wir auch in Zukunft noch jede Menge von Sophie Schrank hören, lesen und sehen werden.
Jedes Jahr bilden wir einen jungen Menschen im Beruf Landwirt / -in aus. Unsere Auszubildenden haben bei uns die Möglichkeit, vielfältigste Erfahrungen auf einem modernen und breit aufgestellten Betrieb zu sammeln, selbstständig mitzuarbeiten und eigene Aufgabenbereiche zu übernehmen. Neben der praktischen Ausbildung liegt uns auch die theoretische Wissensvermittlung am Herzen. Wir setzen daher ein hohes Interesse an der Landwirtschaft und insgesamt an politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen voraus. Unsere Auszubildenden werden als Teil der Familie in unseren Betrieb aufgenommen und verpflegt. Im Jahr 2021 hat Julian Paetow seine Ausbildung bei uns begonnen. Julian hat bereits 2019 und 2020 zwei Praktika bei uns absolviert. Danach stand für ihn fest, dass er den Beruf des Landwirt erlernen will und wir freuen uns, dass er sich erneut für unseren Betrieb entschieden hat.
Julian auf dem Vorführschlepper 6155 R von John Deere
Was war deine Motivation die Ausbildung als Landwirt zu beginnen?
Ich mag die körperliche Arbeit im Freien, das Pflegen der Tiere und interessiere mich auch sehr für die moderne Melk- & Agrartechnik. Die Ausbildung ermöglicht mir, bereits viel Verantwortung zu übernehmen, wie zum Bespiel im Umgang mit Milchkühen oder dem Einstellen der Sämaschine. Auch gefällt mir, dass man sich viel mit Technik, wie der Instandhaltung von Landmaschinen und Fütterungsanlagen oder Melkrobotik auseinandersetzen kann. Da wird es einem nie langweilig.
Hast du schon Pläne, wenn du mit deiner Ausbildung fertig bist?
Nein, die habe ich noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich nach der dreijährigen Ausbildung einen besseren Überblick habe, wohin ich mich weiterentwickeln will.
Was steht heute noch an?
Gleich werde ich Geburtshilfe leisten, da eine Kuh kalbt und ein neues Kälbchen auf dem Weg ist. Das werde ich im Anschluss versorgen und ihm ein schönes Strohlager im Kälberiglu machen.
Auszubildende Luise und Studentin Nana studieren die Melkanalyse.
Heute entscheidet die Kuh selber, wann Sie gemolken wird. Kein lästiges Warten mehr im Gruppenmelkstand zu festen Zeiten. Intelligente Funktionen am vollautomatischen Melkroboter und ein digitales Herdenmanagementsystem helfen uns, die Tiere zu managen und das Tierwohl immer im Blick zu haben.
Kuh „Lavender“ mit der Nummer 27 entscheidet sich zum Melkgang.
Auszubildende Luise und Studentin Nana studieren die Melkanalyse. In der Box scannt eine 3D-Kamera das Euter der Kuh und hängt die Melkbecher selbständig an jede Zitze.
3D Kamera scant das Euter und hängt die Melkbecher ohne Handeingriff automatisch an.
Während des Melkens analysieren Sensoren die Milchqualität. Wenn zum Beispiel die Milchtemperatur erhöht ist oder die „Leitfähigkeit“ (als Indikator für die Inhaltsstoffe) abweicht, schlägt der Roboter sofort Alarm. Die Milch wird dann verworfen und gelangt nicht in den Tank. Parallel bekommen wir die Informationen per Push-Nachricht aufs Handy.
Der GEA Dairy Robot
Seit gut zwei Jahren melken wir mit den GEA Dairy Robotern. Für die Kühe ist das freiwillige Melken, verteilt über den Tag ideal. Es sorgt auch für mehr Ruhe im Stall.